6. Symmetrisch/unsymmetrisch: was heißt das ?
Wenn ein Gerät einen symmetrischen Ausgang hat und das empfangende Gerät einen symmetrischen Eingang, so kann man diese symmetrisch verkabeln. Und das sollte man auch tun !
Warum ? Symmetrische Übertragung bedeutet, dass das Signal zweimal übertragen wird: einmal phasenrichtig und ein zweites Mal in der Phase gedreht. Dadurch werden aufmodulierte Störungen in der Übertragungskette in dem Empfangsgerät wegkompensiert. Dies erfolgt durch abermalige Phasenumkehr des zweiten, phasengedrehten Signals. Das Resultat: 1. höherer Pegel, da sich die Signalspannung beider Wege addiert …und… 2. Störungsfreiheit, da sich die Störungen gegenseitig auslöschen.
Vereinfacht dargestellt: + Signal - (-Signal) = ++ Signal und + Störung -(+Störung) = 0 !
Achtung: wenn man eine symmetrische Verbindung unsymmetrisch beschaltet (z.B. durch einadrige Kabel) erhält man eine unsymmetrische Übertragung, und die genannten Vorteile fallen weg ! Daher ist dringend darauf zu achten, korrekt zu verkabeln; z.B. mit Stereoklinken- oder XLR- oder hieraus kombinierter Anschlusstechnik in Verbindung mit einem zweiadrigen, geschirmten Kabel.
Daraus ergibt sich übrigens auch, dass ein Stereoklinkenstecker durchaus zur Verkabelung einer Monokabelstrecke genutzt wird; er verwandelt sich nämlich genauer betrachtet von einem „Stereoklinkenstecker“ in einen „symmetrischen Mono-Klinkenstecker“.
Unsymmetrische Verbindungen bestehen hingegen aus dem einfachen Aufbau Signalleiter plus Schirm. Somit ist die Störanfälligkeit höher sowie der Signalpegel niedriger. Das ist für kurze Verbindungen von Linepegelsignalen meistens jedoch völlig genügend. Verwendete Anschlusstechnik: Cinch und Monoklinke.
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